Meiningen – im grünen Herzen Deutschlands gelegen – ist immer eine Reise wert. Kommen Sie und überzeugen Sie sich.


Meiningen, in der Senke zwischen Rhön, Vorläufern des Thüringer Waldes „Dolmar“ und „Geba“ gelegen, ist vermutlich auf eine Gründung, der alemanischen Sueben (982) zurückzuführen. Die Stadt erhielt zweimal die Stadtrechte, einmal 1153 und 1443.


Am Ende das 14. Jahrhunderts wurde Sie sogar in den Rang einer Reichsstadt erhoben. Die Bischöfe von Würzburg, die Henneberger Fürstengrafen und auch verschiedene sächsische Fürsten herrschten dereinst über die Stadt- bis Sie schließlich zur Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Meiningen wurde.


Berühmt wurde Meiningen durch das Theater. Bereits 1776 wurde in Meiningen gespielt, zuerst im Schloß, seit 1831 im neugebauten Hoftheater. Der Herzog Georg II hatte sich seit 1873 dem Theater verschrieben. Als Musikliebhaber leitete er das Theater und machte damals das Theater weit über die Landesgrenzen bekannt. Hervorragende Musiker dirigierten die Meininger Hofkapelle. 1880/85 Hans von Bülow, 1885/86 Richard Strauss, 1886-1903 Fritz Steinbach und 1911/14 Max Reger.


Kein Wunder, dass das Meininger Theater nach alter Tradition heute Gäste aus aller „Welt“ begrüßt. Auch sonst hat Meiningen einiges an historischen Gebäuden zu bieten. Das Schloß Elisabethenburg (1682/92), heute Museum mit Kunstsammlung, das „Steinerne Haus“ (1571), das kleine Haus „An der Kapelle“ (1450), das Büchnerische Hinterhaus, die Alte Posthalterei und natürlich Reste der einstigen Stadtbefestigung, der Pulverturm, letzter „Überlebender“ von 23 Türmen.


Viele bekannte Persönlichkeiten drückten der Stadt ihren Stempel auf bzw. sind mit der Historie der Stadt eng verbunden. So war es zum Beispiel dem Engagement zweier „aufgeklärt“ regierender Herzoge Karl und Georg I. zu verdanken, dass das Schulwesen gefördert, das Strafrecht humanisiert und 1776 das erste Lehrerseminar gegründet wurde.


1832 war es der Arbeit Ludwig Bechsteins zu verdanken, dass der „Hennebergische altertumsforschende Verein“ entstand.


L. Bechstein, Romantiker und Erzähler, sammelte auch volkstümliche Sagen und Märchen. Ganz in der Nähe, in dem kleinen Ort Bauerbach, hielt sich 1782/83 Friedrich Schiller auf. Er war einer Einladung der Frau von Wolzogen gefolgt, schloß auf dem Gut in Bauerbach „Kabale und Liebe“ ab und arbeitete an seinen „Don Carlos".


Die nähere und weitere Umgebung um die Stadt ist ebenfalls aus historischer Sicht eine Besichtigung wert. Ob es der Ort Rohr ist, ehemals königliche bzw. kaiserliche Pfalz (Reichstag 984), Schmalkalden mit seinen historischen Gebäuden und bekannt durch das protestantische Schutzbündnis, Schmalkaldischer Bund, von 1531, Römhild mit seinen spätbronzezeitlichen Urnenfelderkulturen oder das benachbarte Walldorf, das mit einer von 110 Wehrkirchen der Region die am besten erhaltene Kirchenburg aufzuweisen hat, erhebt die Liste keinesfalls den Anspruch, vollständig zu sein, im Gegenteil. – Die Region ist auf jeden Fall einen ersten Blick wert. Und wenn Sie diesen Blick erst einmal riskiert haben, dann lässt Sie der Charm der städtischen und ländlichen Gegend, die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Thüringer nicht mehr los.











 

Meiningen


   Das Meininger Theater


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